"Er" ist ein Gemüse








Er ist ein Gemüse! Ein Wunder, eine Explosion im Gartenboden.
Was für eine Energie mit der sich der Rhabarber aus der Erde ins Licht schiebt. Zuerst wird dieser rote Kern sichtbar aus dem sich dann dies Blätterknäul entfaltet - fast wie ein Schmetterling. Die Leichtigkeit verfliegt relativ schnell und dicke Stängel geben Bodenhaftung, wofür sich sandiger Lehmboden am besten eignet. Die großen Blätter sind natürlich durstig und verlangen viel Wasser - ein Element aus dem er zu 93% besteht. Das ist sein Geheimnis und er macht gute Laune, denn das Spurenelement Mangan, kurbelt die Produktion der Glückshormone an. Die Rhabarbersaison ist kurz - also keine Zeit verlieren für köstliche Rezepte... Mein Rhabarberrezept folgt, denn im Garten muss er sich noch etwas strecken...


































Rhabarber (Rheum), ist aus der Familie der Knöterrichgewächse (Polygonaceae)
mittellateinisch rheu barbarum (rha barbarum), eigentlich  fremdländische Wurzel, zu spätlateinisch r(h)eum  Wurzel (< spätgriechisch rhã, rhẽon) und lateinisch barbarus = fremdländisch < griechisch bárbaros

3 Sortengruppen gibt es, die sich in Farbe und Aroma unterscheiden: Sorten mit grüner Haut und grünem Fruchtfleisch -  dickere Stangen und relativ sauer im Geschmack.
Sorten mit roter Haut und grünem Fruchtfleisch - sind säureärmer und schmecken milder.
Sorten mit roter Haut und rotem Fruchtfleisch („Himbeerrhabarber“) -  der Oxalsäuregehalt ist geringer, sind noch milder und schmecken leicht himbeerartig. 


Sorten, die eine mildere Säure aufweisen: „Elmsfeuer“, „Holsteiner Blut“, „Rotstielige Viktoria“ und „Vierländer“ und er ist ein Gemüse! Den sauren Geschmack bekommt er durch Apfel-, Zitronen- und Oxalsäure. Die meiste Oxalsäure befindet sich in den Blättern (mehr als 700mg/100g). Sie dürfen nicht gegessen werden. Milch, Topfen (Quark) oder Joghurt – mildert die Wirkung der Oxalsäure. Der hohe Säuregehalt erfordert relativ viel Zucker. Man kann etwas Zucker einsparen, wenn man den Rhabarber vorher blanchiert (dadurch wird ein Teil der Säure herausgelöst). Rhabarber nach dem Johannitag (24. Juni) nicht mehr ernten.







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