Kürbis ––––––mohncremeknusperei



































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Ein rechtes Septemberwohlfühlessen. Glück. Zünftig und doch fein. Die Aromen.
Nicht zuviel dazu. Es würde die zarten Nuancen überdecken.

Jeder Kopf hat seinen eigen Charakter. Ich wähle den Hokkaido.


(700g) auf einem buttrig
gesalzenem Teig. Dazu Mohnsamen gesprenkelt. Ich mag Mohn und koche gern
nach Farben aus dem Garten. 

 
Aber - Orangetöne muss man im Garten suchen. 
Zu dem Orange schneide ich Rot blühendes aus Herbstastern, schwarzrote Dahlien , die letzten roten Löwenmäulchen, Echinacea. Der Hofgarten zeigt seine Septemberkraft in den blauen und roten Karrees. Herbstasternblütenton in Rot- und Blaunuancen.

Ab September fegen akustische Gewehrgeräusche über unsere Köpfe im Garten.
Lautes Geknall hinter der Mauer - aus den Rebstöcken kommend. Nicht nur die Vögel sind erschreckt - wir auch.  Aber irgendwie gehört dieser Knallton zum Spätsommer und zum Weinort dazu - der Wein soll ja werden. Kategorie Traubenschutz und Kontrast zum sanften Septemberlicht.


So zart sich die Kürbiscreme im Nachhinein gestaltet so schwer ist das Zerkleinern - 
wie Holzfällen... Unser alter Tisch in der Laube erträgt die Prozedur geduldig.
Dafür entfällt das Schälen der Rinde.

Chili, Zitronengras, Orangensaft bringen Frische und Schärfe in die Orangeorgie.

Die gefällten Kürbisstückchen im Topf schichten, mit wenig Wasser dünsten, bis das Fruchtfleisch zart geworden ist. Dann im Mixer cremig, schaumig schlagen. Jetzt ist das Orange da, die Konsistenz, der Geschmack. Den Saft von 2 Saftorangen, 2 Stiele Zitronengras feingehackt, etwas Salz, die geschroteten Mohnsamen, 40g Ingwer und Chili unterheben bis die Schärfe leicht zwickt. Zum Schluss noch einen Teelöffel Mascobado Vollrohrzucker.

3 Eier mit 150g Sahne rühren und unter die Kürbiscreme ziehen.

Der Teig:
250g Mehl, 1/2 Teelöffel Meesalz, 130g Butter, 1Ei, Hülsenfrüchte, getrocknet zum Blindbacken.
Die Zutaten schnell und kühl mit 5 El kaltem Wasser zu einem glatten Teig verkneten. 2 Stunden kalt stellen. Den Teig nochmals durchwalken und 3-4 mm dick oder auch dünner ausrollen. Einen Teigrand schnitzen und gut an die Form drücken. Den Teigboden mehrmals einstechen.

Den Teig mit Backpapier auslegen und ca. 30 Minuten mit den Hülsenfrüchten blindbacken, dann nachschauen. Das Backpapier mit den trockenen Früchten wieder entfernen, die aromatisierte Kürbiscreme auf die Teigummantelung geben. Wieder 30 Minuten backen. Der Teig bleibt so trocken, knusprig.

Die 700g für den Kürbiskuchen entsprechen einer Kürbishälfte. Ich koche immer einen ganzen Kürbis und koche aus der anderen Hälfte ein Kürbissüppchen. Aromatisiere ähnlich, füge aber noch reichlich Butter, Milch oder Wasser hinzu - bis die Cremsuppenkonsistenz stimmt. In einer Mokkatasse serviert noch besser. Mit Goldrand geadelt.




Ist der Kürbis nun Obst oder ein Gemüse?
Aus botanischer Sicht ist der Kürbis eigentlich ein Obst - wie die Tomate auch und zählt zu den Beeren. Fettfrei, mit viel Kalzium- Eisen und Phosphoranteilen.

Egal. Prall, rund, orange. Farbe pur. Eine Orange-Explosion und Septemberton, fröhlich, aromatisch, barock und betörend. Noch warm aus dem Ofen mit einem leichten Rheinhessenweißwein genießen...







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Die kleinen Beeren sind Rottupfer - nicht zum Verzehr geeignet.







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Das Kürbismohnsmoothie nehme ich mit in Ninja´s Kaffeerunde. Mehr Glück am Wochenende bei Fräulein Ordnung.




Schaum ––––––schokoladentraum




































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Magische Verwandlung, Himmelgewölbe und Seelentröster. Bei dem Wetter.
Ein Stimmungsaufheller. Schwarzbraunes Gold.
Schaumschokoladenteig. Sahnig, schmelzend, eine Bombe voller Kalorien. Egal.
Bittersüßer Schmelz, süchtig machend - auch egal. Wegzehrung für die Woche mit Prozenten.

80 davon - Kakaoanteil. Edle Schokolade - edler Schokokuchen. Logisch.


Eine samtweiche Verbindung feiner Zutaten. Versuchung pur. High-End Schokoladengenuss. Glück. Klassisch.

Fünf Eigelb mit 150g Zucker schaumig rühren, 150g Butter, 250g edelste Bitterschokolade (80%) im warmen Wasserbad sanft schmelzen, 2 Esslöffel Mehl. Alles nach und nach vorsichtig unter die Eimasse heben. Das Eiweiß mit einer Brise Salz fluffigschaumigfest schlagen. Und ebenfalls zum Schluss unter die Masse heben und sanft zu einer Schokoladenwolke rühren - wie die Wolkenformation über unserer Mauer. Den leichtluftigen Teig in einer Form eine Stunde backen. Nicht zu heiß, damit der Kuchen nicht zu trocken gerät und schützen mit Backpapier nach 30 Minuten. Ein Schokoladenbaum im Garten wär was feines...


Eine fruchtige Note mit Blaubeeren erfreut das Auge und mildert die Üppigkeit der Süße.
Dazu eine ebensolche üppige schwarzrote Dahlie aus dem roten Karree im Garten - so opulent wie der Schokokuchen und makrorot.



Der süsse, herbe Geschmack der Schokolade überdeckte so manches verabreichte Gift. Bischöfe und ein Papst sollen ihr Leben verloren haben - bei einer letzten Tasse heißer Schokolade...





Lekture zum Thema:
„Bittersüße Schokolade“ von Laura Esquivel.
„Der Chocolatier“ von Philibert Schogt

_rheingeschaut
Schwarzrote Dahlienschönheiten sind
Dahlia Nuit d'Été - Kaktus-Dahlie 
Dahlia Black Honka ®, dunkel schwarzrote Dahlie mit sternförmigen Blüten
Dahlia Black Jack, Semi-Kaktus-Dahlie
Dahlia Kenora Macop B, Hirschgeweihdahlie





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gesehen_   aristokratisches Dahlienrot
gehört:_   den Wind in den Reben
gerochen_   schokoladigen Schmelz
gedacht_  mhhh


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Blüten ––––––aromabrot































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Duftende Ausbeute eines Sommers:

Thymian, Fenchel, Agastache (Anisysop), Salbei, Ysop - frisch gepflückt, geschnitten, gezupft, gerupft. Die grünen Schmeichler. Im warmem Hefeteig vermengt. Sie gehören zum Sommer wie dieser Duft im Raum.


Als Begleitung für alles Mögliche und Unmögliche. Heute fast pur. Das gebackene Aromabrot.


Reifer, cremiger Ziegenkäse betupft mit Thymianhonig auf federleichtem Quarkbett verlangt einen betont, fruchtigen Rotwein  - ein kühler Pinot Noir vielleicht. Ein guter Kontrast und kostbar.

Im Garten unermüdliches blühen. Die Dahlien zeigen sich riesengroß. Zu groß, zu barock. Blütenblätter wie Federn ohne Flugziel. Beschwingt die Sorte. Starke Stiele halten die Position einen sommerlang.

Schlichtes für den Krug. Kugelrundigeliges - weniges in der Laube.


Für drei kleine Brote in Papierformen: Zeit, Zeit, Zeit.

600g Mehl, 40 g Hefe, 1EL Salt oder auch mehr, 1 - 2 EL gemischte, gehackte Kräuter aus dem Garten nach Geschmack (z.B. Thymian, Fenchel, Agastache, Salbei, Ysop), 1/4 Liter Milch oder Wasser, 50 g Butter.

Die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen, gehen lassen. Butter erwärmen. Beides zum Mehl geben und lange schlagen, die Kräuter, das Salz untermischen. Gehen lassen.

Aus Backpapier  kleine Formen knoten und den Teig darin verteilen. Gehen lassen. Mit Wasser bestreichen, mit Mehl bestäuben und 20-30 Minuten bei ca. 200 Grad goldfarben durchbacken.


Warm einschlagen, mitnehmen zum Pichnick, zu Freunden, zum See und zum Rhein. Die Gedanken erfrischen am Lichtgeglitzer der Wellen. Schmeckt prima nach Spätsommerglück...




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Geheimnisvolles ––––––Fruchtrotrot















































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Geheimnisvolles Fruchtrot trägt unser alter Pflaumenbaum. Sein Schmuckkleid für den Spätsommeraugust und Ernteglück. Eine randvoll gestapelte Kiste.

Ein besonderes Licht ist im Garten. Sommerregenfrisch die Luft, der Himmel. Die Astern blühen, die Dahlien, die Rosen - immer wieder und viel rotfarbiges für den Strauß. Auf dem alten Tisch in der Laube. Schmuckbereift meine Hand mit Sommeredelsteinbeeren.

Verführerisch das Obst wie mein Rezept für diese Köstlichkeit.
Ein fruchtigaromascharfes Dessert. Für Zwei:

500g reife Pflaumen vom Baum, Ingwer, Chili, Balsamico, Vanillestangen, Butter, 250g Sahnequark, Wildblütenhonig ev. Zitronenthymian. Pfefferminzstängel gehen auch.


Die Pflaumen waschen, diese unglaubliche Farbintensität bestaunen, den Geschmack, Naschen - dann in 2 Teile schneiden, entkernen, Butter langsam schmelzen. Ingwer, Vanille, etwas Honig und Chili einrühren und die Pflaumen darin gar baden. Kurz bevor die Pflaumen weich sind die Früchte mit Balsamico und Zitronenthymian benetzen.

Den ganz ganz kühlen Quark mit dem Honig verbinden. Wieviel Ingwer und Schärfe gewünscht wird bestimmt die Süße der Pflaumen. Warmes Rotorange mit kaltem Weiß. Vorbei an den Lippen. Eine Explosion. Ein Spätsommerduft am Gaumen. Fruchtig. Süß. Aromatisch. Scharf.

Sommermoment bleib noch.























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Den rheinhessischen Himmel sende ich zu Katja´s Himmellandschaften



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Zauber ––––––waldseetöne











Noch ist alles still. Still der See - nicht die Seebühne. Die Zauberflöte in Fantasy-Version „light“ mit viel Aktion auf der Bühne von David Pountney. Fast - befreit vom Geschlechterdiskurs. 

Drei Riesendrachen - gehörnt und doch schmusig bewachsen den hügeligen Korpus einer Schildkröte. Schwergewichte und von 60 Tonnen, leichtfüssig, lustig. Eingänge zu den Prüfungen Weisheit, Vernunft und Natur für die Protagonisten Pamina und Tamino.

Die Bühne selbst ein Schildkrötenkorpus - ein Traumbild Paminos - halb mit Borstenhalmen bestückt. Davon 125. Die „kleinen Halme“ über 6 Meter hoch...Die Bühne selbst meisterlich auf 119 Pfählen errichtet bis tief in den Bodenseegrund. Die Wellen säuseln leicht drumherum und Seewasserluft um meine Nase.

Um Menschenrecht und Menschenwürde wird darauf gerungen und verhandelt - thematisch aktuell. Und - geht es um die Liebe und das Glück.
Akrobatisch begleitet die Bregenzer Klangtechnik in exzellenter Qualität das Geschehen.

Ana Durlovski als glanzvolle Königin der Nacht, mit präzisen Tonkaskaden. Kein Lüftchen weht diese Stimmgewalt davon. Feine Piano-Töne und Schärfen bereichern das vokale Spektrum Gisela Stilles als Pamina. 

Spannend die Lichttechnik und auch der bewölkte Himmel... und einmalig der Blick über den See. Glück für einen Moment. Dramatisch beschmuckt - mit tiefschwarzroter Dahlie - gibt es einen warmen Tee in der Nacht und Freitagsblumenblüten. 




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Mehr grünes blumiges bei floral FridayGlück am Wochenende bei Fräulein Ordnung. Den See-Himmel sende ich zu Katja´s Himmellandschaftenden Tee genieße ich in Ninja´s Kaffeerunde. 





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Picknick ––––––Sommerblütenlaune DIY






















































Freitags. Fischtag. Meistens. Leinen los und den Rhein entlang. Irgendwohin -  hinauf oder hinunter-
Eintausendzweihundertachtunddreisig Komma Acht Kilometer. 1238,8 km. Immerhin.


Das Fernweh stillen. Den Fischen nachschauen. Die Seele auf Schwimmflügeln treiben lassen...

Dem Dicken Zeh - befreit - das kühle Nass erlauben. Glück spüren. Kopfkino pur.

Heut ist Fischtag. Forellenmouse geräuchert ist grad recht.  Im Rhein gibt es wieder Moderlieschen, Rotauge, Koppe, Flussneunauge oder Rapfen von den vielen, die dort schwimmen.

Ich nehme Forelle - aus dem Geschäft und fein geräuchert. Für eine Halbeliterform:

125g frisch geräucherte Forellenfilets, 1 Weißbrotscheibe, ein wenig Limette, kleine halbe Zwiebel, 100ml Creme double. Und aus dem Garten Fenchelblattwerk und Blüten.

Das Brot entrinden, kurz in Wasser einweichen, zart ausdrücken, mit der Zwiebel dem Limettensaft dem Forellenfilet und dem Fenchel einmal fein durchzaubern zu einer glatten Creme. Die Creme double etwas aufschlagen und sacht unterheben. Pfeffern für den Charakter.

Mit frischem Baguette oder krümeligem Knuspersalzgebäck draußen genießen. Ein kleines Picknick vielleicht. Heute. Hinter der Gartenmauer. Unter dem freundlichen Rheinhessenhimmel.

Picknickmotto: Freitags Fischtag. Kleine Banderolen zum Thema ausdrucken. Tischsets, Brot, Besteck und Dosen damit aufhübschen.

Und weil der Fenchel so riesig geworden ist, nehm ich Zweige davon mit ins Haus. Auch weil Freitag ist. Dieser Duft gefällt nicht nur der Forelle - mir ebenso. So intensiv und eigenwillig.

Mein Kaffee heut ist nicht nur frisch geröstet - auch frisch fenchelbeduftet...


















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Mehr Glück am Wochenende bei Fräulein Ordnung. Den  rheinhessischen Himmel sende ich zu Katja´s Himmellandschaften und den fenchelbedufteten Kaffee genieße ich in Ninja´s Kaffeerunde. 

Mein Picknick nehm ich mit zu Ina.