Geheimnisvolles ––––––Fruchtrotrot















































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Geheimnisvolles Fruchtrot trägt unser alter Pflaumenbaum. Sein Schmuckkleid für den Spätsommeraugust und Ernteglück. Eine randvoll gestapelte Kiste.

Ein besonderes Licht ist im Garten. Sommerregenfrisch die Luft, der Himmel. Die Astern blühen, die Dahlien, die Rosen - immer wieder und viel rotfarbiges für den Strauß. Auf dem alten Tisch in der Laube. Schmuckbereift meine Hand mit Sommeredelsteinbeeren.

Verführerisch das Obst wie mein Rezept für diese Köstlichkeit.
Ein fruchtigaromascharfes Dessert. Für Zwei:

500g reife Pflaumen vom Baum, Ingwer, Chili, Balsamico, Vanillestangen, Butter, 250g Sahnequark, Wildblütenhonig ev. Zitronenthymian. Pfefferminzstängel gehen auch.


Die Pflaumen waschen, diese unglaubliche Farbintensität bestaunen, den Geschmack, Naschen - dann in 2 Teile schneiden, entkernen, Butter langsam schmelzen. Ingwer, Vanille, etwas Honig und Chili einrühren und die Pflaumen darin gar baden. Kurz bevor die Pflaumen weich sind die Früchte mit Balsamico und Zitronenthymian benetzen.

Den ganz ganz kühlen Quark mit dem Honig verbinden. Wieviel Ingwer und Schärfe gewünscht wird bestimmt die Süße der Pflaumen. Warmes Rotorange mit kaltem Weiß. Vorbei an den Lippen. Eine Explosion. Ein Spätsommerduft am Gaumen. Fruchtig. Süß. Aromatisch. Scharf.

Sommermoment bleib noch.



Bis zum 24.8. bitte voten für rheingruen Blog bei den Roombeez…mehr dazu ist hier zu lesen.




















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Mehr grünes blumiges jeden Freitag bei Holunderblütchen und floral Friday,










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Mehr Glück am Wochenende bei Fräulein Ordnung.
 
Den rheinhessischen Himmel sende ich zu Katja´s Himmellandschaften



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Zauber ––––––waldseetöne











Noch ist alles still. Still der See - nicht die Seebühne. Die Zauberflöte in Fantasy-Version „light“ mit viel Aktion auf der Bühne von David Pountney. Fast - befreit vom Geschlechterdiskurs. 

Drei Riesendrachen - gehörnt und doch schmusig bewachsen den hügeligen Korpus einer Schildkröte. Schwergewichte und von 60 Tonnen, leichtfüssig, lustig. Eingänge zu den Prüfungen Weisheit, Vernunft und Natur für die Protagonisten Pamina und Tamino.

Die Bühne selbst ein Schildkrötenkorpus - ein Traumbild Paminos - halb mit Borstenhalmen bestückt. Davon 125. Die „kleinen Halme“ über 6 Meter hoch...Die Bühne selbst meisterlich auf 119 Pfählen errichtet bis tief in den Bodenseegrund. Die Wellen säuseln leicht drumherum und Seewasserluft um meine Nase.

Um Menschenrecht und Menschenwürde wird darauf gerungen und verhandelt - thematisch aktuell. Und - geht es um die Liebe und das Glück.
Akrobatisch begleitet die Bregenzer Klangtechnik in exzellenter Qualität das Geschehen.

Ana Durlovski als glanzvolle Königin der Nacht, mit präzisen Tonkaskaden. Kein Lüftchen weht diese Stimmgewalt davon. Feine Piano-Töne und Schärfen bereichern das vokale Spektrum Gisela Stilles als Pamina. 

Spannend die Lichttechnik und auch der bewölkte Himmel... und einmalig der Blick über den See. Glück für einen Moment. Dramatisch beschmuckt - mit tiefschwarzroter Dahlie - gibt es einen warmen Tee in der Nacht und Freitagsblumenblüten. 




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Mehr grünes blumiges bei floral FridayGlück am Wochenende bei Fräulein Ordnung. Den See-Himmel sende ich zu Katja´s Himmellandschaftenden Tee genieße ich in Ninja´s Kaffeerunde. 





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Picknick ––––––Sommerblütenlaune DIY






















































Freitags. Fischtag. Meistens. Leinen los und den Rhein entlang. Irgendwohin -  hinauf oder hinunter-
Eintausendzweihundertachtunddreisig Komma Acht Kilometer. 1238,8 km. Immerhin.


Das Fernweh stillen. Den Fischen nachschauen. Die Seele auf Schwimmflügeln treiben lassen...

Dem Dicken Zeh - befreit - das kühle Nass erlauben. Glück spüren. Kopfkino pur.

Heut ist Fischtag. Forellenmouse geräuchert ist grad recht.  Im Rhein gibt es wieder Moderlieschen, Rotauge, Koppe, Flussneunauge oder Rapfen von den vielen, die dort schwimmen.

Ich nehme Forelle - aus dem Geschäft und fein geräuchert. Für eine Halbeliterform:

125g frisch geräucherte Forellenfilets, 1 Weißbrotscheibe, ein wenig Limette, kleine halbe Zwiebel, 100ml Creme double. Und aus dem Garten Fenchelblattwerk und Blüten.

Das Brot entrinden, kurz in Wasser einweichen, zart ausdrücken, mit der Zwiebel dem Limettensaft dem Forellenfilet und dem Fenchel einmal fein durchzaubern zu einer glatten Creme. Die Creme double etwas aufschlagen und sacht unterheben. Pfeffern für den Charakter.

Mit frischem Baguette oder krümeligem Knuspersalzgebäck draußen genießen. Ein kleines Picknick vielleicht. Heute. Hinter der Gartenmauer. Unter dem freundlichen Rheinhessenhimmel.

Picknickmotto: Freitags Fischtag. Kleine Banderolen zum Thema ausdrucken. Tischsets, Brot, Besteck und Dosen damit aufhübschen.

Und weil der Fenchel so riesig geworden ist, nehm ich Zweige davon mit ins Haus. Auch weil Freitag ist. Dieser Duft gefällt nicht nur der Forelle - mir ebenso. So intensiv und eigenwillig.

Mein Kaffee heut ist nicht nur frisch geröstet - auch frisch fenchelbeduftet...


















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Mehr grünes blumiges jeden Freitag bei Holunderblütchen und floral FridayMacromontag bei glasklar und kunterbunt
















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Mehr Glück am Wochenende bei Fräulein Ordnung. Den  rheinhessischen Himmel sende ich zu Katja´s Himmellandschaften und den fenchelbedufteten Kaffee genieße ich in Ninja´s Kaffeerunde. 

Mein Picknick nehm ich mit zu Ina.



















Pfefferminz ––––––sausebrause








































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Die Pfefferminze stürmt den Garten. Frischduftaroma frei verfügbar - im Schraubglas.
Am liebsten für immer. Die Pfefferminze bietet unendliche Möglichkeiten aromatisches zu zaubern. Ein Sonnenblumenfeld stimmt nachdenklich - schon bald das Sommersonnenende.


Heute jedenfalls nicht. Der Gelbton ist froh und frei. Filigrane Fenchelblüten beschirmen die kleine Vase. Blumigschönes am Freitag - drinnen und draußen - Wolken wieder unterwegs

in Rheinhessen...

Zu dem Frisch- und Freigefühl der Sonnenblumen im Feld passt heute ein Joghurteis mit brausigem Pfefferminzaroma:

Eine Handvoll der stürmischen Pfefferminzeblätter pflücken. Schon jetzt. Eine frische Brise. Wie an der Nordsee - in meiner Hand. Die Blätter frisch umspülen mit klarem Wasser, überrieseln mit 100g Zucker. Beides pürieren. Diese Konsistenz und dieser Duft - so intensiv, so grün.

Allein dieser Minzzucker findet neue Aroma-Partner - wie frischwürzigen Käse von einer Schwarzbunten...

Das Zuckerminzpüree dann mit 150g Zucker und 125ml Wasser sanft köcheln lassen. Ein wenig Ingwer verstärkt die frischen
Nuancen. Vanille muss immer sein. Rühren. Rühren. Rühren. So vier Minuten. Einatmen die köstliche Duftluft.
Den fertigen Pfefferminzsirup abkühlen lassen und durch ein Sieb in ein Schraubglas füllen. Das Aroma festhalten. Für diesen Sommer. Die Konsistenz gleicht dem Lavafluss von Bienenhonig. Dunkelgrün.

Für eine Pfefferminz-Sausebrause etwas Pfefferminz-Sirup, Eis in Würfeln und Limettenscheiben mit sprudeligem Eiswasser fluten. Das senkt die Temperaturen. Wie der Wind an der Nordsee. Mmhhh. Und Glück für einen Moment.


Das Joghurteis mach ich so:
220g Zucker (oder weniger) mit 120g Sahne erwämen bis sich der Zucker auflöst.
Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Dabei rühren.
Dann 240g Bio-Joghurt untermengen. Ohne Eismaschine 6 Stunden frieren und jede Stunde umrühren, damit das Eis schön cremig wird.

Zartschmelziges mit dem Pfefferminzkonzentrat benetzen und schleckern bis auf den Grund...






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Mehr eisiges hier:

Lavendelblütenhalbgefrorenes

Erdbeergeeistes

Kardamomwaldeis














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_rheingeschaut
Es gibt unzählige Pfefferminzsorten. Alle mit ganz unterschiedlichem Aroma, Blattform und Farbe. Sie sollte in keinem Kräutergarten fehlen - aber nur getopft pflanzen sonst ist es mit dem Garten bald vorbei...

Interessante Sorten sind die Erdbeerminze, die Apfelminze, Schokominze mit dunkler Blattunterseite, die Zitronenminze - um nur einige wenige zu nennen. Minzen sind unkomplizierte Pflanzen. In der Sonne ist der Liebelingsplatz...







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und die Pfefferminzsausebrause genieße ich in Ninja´s Kaffeerunde.
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Weinberg ––––––pfirsichpirsch



















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Spurensuche. Das Reformprogramm Karls des Großen verzeichnet in der Pflanzliste (Capitulare de villis) den Pfirsichbaum, persicarios Prunus persica (L.) Batsch (Rosaceae). Das milde Klima hier in der Weinbauregion macht´s möglich. Die Pfirsichernte.

Und nebenbei
die Atmosphäre kosten verlassener Orte. Immer noch majestätisch. Ruinen aus gotischer Zeit, perfekter Raumgenuss. Die Formbestimmtheit ist noch sichtbar wie die überlieferte Zeichensprache.

Erinnerung - nicht vergessen und noch Halt gebend. Der Zeit enthoben. Spazieren geht mit mir romantische Fantasie in unvergangene Vergangenheit.

Ringsherum wachsen die Reben. Ein feines, kühles Glas Rheinhessenwein im Jetzt und am liebsten sofort. Ein Riesling oder Silvaner. Dazu sehr reife Weinbergspfirsiche - ideale Begleitung zu einem frischen Sommersalat - wie ich finde und Sommerglück.

Gewaschen und gestückelt geben sie einen frischfruchtigen Salat - gebettet auf einem Weinblatt - Avokadokugeln und abgerundet und gemundet mit einem leicht scharffrischen Pfefferminzjogurt.
Ergänzt mit dem Aroma und der süßherben Nuance überreifer, schwarzer Johannisbeeren. 


Was fehlt - ein frisches Baguette und Grünschmuck am Freitag: Neugierig, haltsuchend und ausstreckend - Rebenfühler, kühl badend auf dem Tuch. Im Wasserglas.











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_rheingeschaut

Es gibt sie wieder, moderne Gärten die sich an den Pflanzplänen Karls des Großen orientieren wie im Capitulare beschrieben, ganz oder in Teilen - ein Auszug:

Der karolingische Garten im Bereich der Ingelheimer Kaiserpfalz,

hinter dem gotischen Rathaus in Aachen mit 50 Kräutern aus dem Capitulare,

der Karlsgarten im Westen von Aachen des Freundeskreises Botanischer Garten Aachen,

der Karlsgarten Verden mit allen Pflanzen des Capitulare de villis,

der Garten im Archäologischen Freilichtmuseum Oerlinghausen.













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Sommer ––––––blütenschneiden






























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Schade, schade. Schon ist die erste Hauptblüte vorbei. Wunderbar waren die Blautöne, die Blüte der Schwertlilien, der Ysopbüschel, der Katzenminze, der Lavendelbüschel, der Salbei, das Weiß der Stauden im weißen Karree. Eine letzte Päonienblüte. Seltener Edelstein gefädelt.
Mit fällt es jedes Jahr schwer die Stauden zurückzuschneiden. Mit einem Mal ist die Üppigkeit verändert. Ich schneide immer etwas zu früh, als zu spät. Eine zweite Blüte bei vielen Stauden wie bei den Katzenminzen, dem Ziersalbei, dem Gamander wahrscheinlich und Glück.

Gerade der Ziersalbei, der Lavendel - noch ansehnlich. Fülle der Vertikalen. Die Karrees Blütenduftgeflutet. Die Wege unpassierbar. Jetzt ist der Zeitpunkt. Bevor das Werden dem Vergehen überlassen wird - auf dem Komposthaufen - noch einmal ein großer Auftritt. Ein Gamanderstrauß auf dem alten Arbeitsgartentisch in der Laube. Rund umrundet - Gamanderblüten.

Schnibbeln muss sein. Worauf es ankommt: Gutes Werkzeug, gutes Auge, gute Kraft. Die Schnibbelei soll den Garten in Facon bringen. Die Stauden zur Räson. Halbsträucher wie Lavendel oder Ysop bleiben durch den Schnitt kompaktkugelbuschig. Das Schneiden allein reicht nicht. Hier ist was zu viel, zu eng, zu breit, Farbnuancen am falschen Ort...

Ein Garten ist immer zu klein.

Anbaumöglichkeiten gibt es nicht. Ringsherum Reben. Über der Mauer - bewölkte Himmellandschaft. Und im Eck - der Komposthaufen. Das Herz des Gartens. Goldene Erde. Unbezahlbar. Kostbar. Alles nimmt er auf. Jedes Jahr.

Das große Schneiden fordert die Belohnung in der Stadt - den perfekten Milchkaffee und Kurzweil am Rhein.


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