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Dezemberschneesüß































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für trübe, kaltnasse tage zum Jahresende ist ein schneesüß mit nüssen das richtige. köstlichkeit und liebesgabe. intensiver moment und augenblick der entschleunigung. 
ein innehalten, ein verweilen in der zeit. das geht mit diesem schokoldenkuchen perfekt, so
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Apfelton en miniature





































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ein besonders weiches licht fällt jetzt in den garten. ein herbstlicht mit sehr langen schatten. das weiß der dahlien erscheint feiner als sonst, fast porzellanfarben ist das weiß im oktober.
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rhabarberwolkenschaum










































r h a b a r b e r - ein zauberwort wie von einer mächenhaft, fremden räuberbande ausgetüftelt. ein codewort in eine geheime welt...

und lustig die gesichtszüge anzuschaun bei dem genuss dieses sauren gemüses.
ja  ein gemüse ist er. und die grimassen sind der enthaltenen apfel-, zitronen- und
oxalsäure zuzuschreiben. ein gesunder spaßmacher mit viel vitamin C, calcium,
eisen, kalium, magnesium und verdauungsförderndem ballaststoff.

dies saure braucht süße und die süße der baiserwolken ist nur auszuhalten durch
die fruchtig saure rhabarberkomponente. rhabarberfeingelocktes verbindet sich mit
knusprig süsssplittrigem baiser.   
ein klassischer mürbeteigbodenbelag bringt neutralität.

der stolze stiel muss enthauptet werden. wirklich schade... das regenschirmartig beeindruckende blattwerk findet seine bestimmung auf dem kompost.
den rhabarber fein putzen in kleine stücke schneiden.

für den boden nehme ich klassischen mürbeteig. flink, schnell und kühl einen
mürben teig zubereiten aus 200g mehl, 100g butter, 1 eigelb, 30g zucker, salz,
2 EL weißwein oder wasser.

eine gebutterte backform ausmanteln mit dem gewalkten teig. konstruktiv ist ein
teigrand wichtig und optisch auch. das rhabarbergeschnetzelte darauf verteilen.
80g zucker mit 3 eiern fein schaumig luftig fluffig verquirlen. aromatisieren mit einer ausgeschabten vanilleschote und obenauf geben. 40 minuten backen und hoffen,
dass alles gut geht.

das mach ich eigentlich immer. das hoffen. gerade bei interessanten experimenten.

für das baiser 4 eiweiß, etwas salz - betont die süsse - sehr steif schlagen.
jetzt den zucker (150g) fein einrieseln lassen und weiterschlagen.
einen el zitronensaft einträufeln.

nun diese unglaubliche cremwolkenmasse locker auf dem gebackenen verteilen, die temperatur senken. baiser merkt sich alles und verzeiht nichts. beobachten für eine
weitere zeitspanne von so 20 minuten. die masse soll nicht zu dunkel werden, was blitzschnell geschehen ist...

die rhabarberwolkenköstlichkeit noch warm genießen. im garten...

anstelle des rhabarbers lässt sich auch andere obst gut verwenden - stachelbeeren, heidelbeeren oder der zeit entsprechendes aus dem garten.















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rhabarberloop


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Johannisbeerrotrot









































auf der suche nach dem ultimativen rotton im juli. im garten finde ich ihn.
das johnnisbeerrot strahlt. jetzt sind sie reif - die beeren und die farbe perfekt und magisch. roter geht es nicht mehr. ein lebendiger prozess.

das julilicht läßt die rotnuancen funkeln - ganz unpolitisch - wie kostbare edelsteine, die meinem erntekorb fluten. in der gartenküche: ribisel entrispen - die beeren kullern durch meine hände, durch meine finger... ein schönes gefühl.
die stiele türmen sich grünfiligran und elegant gebogen auf den lokalseiten der zeitung.
wunderbar gesund ist dies ungespritzte obstrot. vitaminreich und reich an kalium, eisen, magnesium.

wiegen, pressen, rühren, schmecken, schlecken - ein wenig chili noch - so schön im rot rot der beeren - vielleicht ein wenig von dem rosenöl in dies sprudelnd glühende süß. eins zu zwei.

den abfüllenmoment genieße ich immer. konzentration und zielgenauigkeit erleichtert den moment und fertig ist der produktions- und geschmacksmarathon in diesem jahr.

süßsaures rot, scharf und elegant trifft auf mildes, sanftjunges ziegenkäseweich...





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Gaumenmergelschmeichler







































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der mergel  -  eigentlich ein kalkreicher tonboden, tiefgründig und nährstoffreich. hier in den weinlagen kirchspiel - ein boden, der dem wein seine ausbalancierte säure schenkt, seine kraftvolle dichte und fruchtige aromen von mango und honigmelone bei weißweinen.
ein traum.


und erst meine gebackenen gaumenschmeichler mit selbigem namen. kleine mergelsteinchen in kugelform, mit nüssen und rosenöl harmonisiert. perfekt zur rosen- und lilienblüte kombiniert mit einem milchkaffee im garten unter dem alten nussbaum. im Grunde schmecken sie ganzjährig köstlich. aber zur rosenblüte sind sie etwas ganz besonderes, wenn der rosenduft durch den garten zieht. der duft der historischen rosensorten ist unglaublich intensiv, wie das gefilterte licht, das durch den nussbaum flutet.

das rezept der gaumenmergelschmeichler:

270 g mehl
200 g butter
80 g nüsse
80 g zucker und

eine vanilleschote, ein paar tropfen rosenöl (aus der apotheke) nach geschmack. aber vorsicht dies aroma ist sehr intensiv und anders zu behandeln wie das rosenwasser.

alles zu einem teig verarbeiten. kann man noch kühl stellen. ich verarbeite den Teig immer ohne wartezeit. eine gleichmäßige rolle aus dem teig formen und diese in kleine scheiben teilen. daraus dann die runden mergelsteinchen formen. nicht zu groß, denn sie wachsen noch im ofen. außerdem mag ich es feiner und kleiner. kurz backen (backpapier) ca. 10-15 minuten bei 180 grad - sie dürfen auf keinen fall braun werden, denn diese röstung würde auch im geschmack zu dominant werden - und alle feinheit ist verschwunden.

die fertigen mergel noch heiß in 100 g puderzucker wenden. der puderzucker ist mit dem mark einer vanilleschote verfeinert. bourbon vanille aus madagaskar. jetzt kommt dieser warme vanilleduft in meine nase und ein noch warmes, überpuderters mergelrund wandert in meinem mund. herrlich so ein sommergenussmoment draußen im hofgarten.

die ausgekühlten mergelschmeichler in einer schönen dose lagern.






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die rosen im oktober



































Aprilton im Apfelrosenrund











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jetzt eine rose. gedreht zum vergnüglichen kugelrund mitten im april. ein rosenrund mit aroma und vorfreude auf warme frühlingstage, auf zarte nuancen.

eingerollert feine apfelscheiben gesonnt im warmen ofen für visuellen und gaumengenuss.

pudrig süßer staub verbindet die säure der äpfel - mit ingwer - wer mag.

die apfelröslein schmecken im april immer  -  ob der regen prasselt, die sonne schmeichelt. am besten mit einem klacks sahne obenauf. oder auch ohne.




So geht´s:

drei saure rotäpfel entkernen, vierteln, in dünne scheiben schneiden. nicht schälen. mit zitrone betäufeln. sollten die apfelscheiben zu fest sein - vorher leicht in wenig kochendes zitronenwasser für drei minuten weichkochen.

fertigen blätterteig in rechtecke schneiden - ca. 8x5cm und leicht auswalken.
mit ingwer bestreuen und mit 120g aprikosenmarmelade dünn bestreichen.

die apfelscheiben überlappend auf den teig reihen. ev. den teig am unteren rand
leicht über die apfelreihe schlagen. locker aufrollern. aufrecht in papiermuffinförmchen
stellen und diese in ein muffinblech geben. ca. 15min bei 190 grad backen oder auch länger. vorsicht - die äpfel bräunen schnell.

und dann mit puderzucker beschneien. mmmhh. für einen perfekten aprilnachmittag.





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Kuhkapellen ––––––konzert

Foto Gewölbe Gabriele Röhle_ Frankfurt
















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Foto Gabriele Röhle_ Frankfurt






Diese Räume -  kreuzgratgewölbt, verputzt, unverputzt, groß oder klein - besitzen eine besondere Aura. Erhaben über die Zeit. Vergessen, saniert, geliebt oder ungeliebt - beeindruckend ist diese Architektur immer aus der nachnapoleonischen Zeit, die Perfektion der Ausführung, die Atmosphäre.


Das Wochenende ein besonderes werden lassen. Dazu ausgesucht feine rheinhessische Weine und Winzersekte. Vorbereitete kleine Köstlichkeiten kitzeln den Gaumen, die Aromen im Wein.

Die Oktobernacht immer noch warm, der Regen fern. Zarte Klangbilder durchströmen die Kreuzgrate, geben eine besondere Stimmung. Die Seele baumeln lassen, Freunde treffen. Die alten Höfe mit ihren Gärten genießen - im Zwielicht.
Die Gastgeber öffnen ihre Räume in dieser Nacht für uns - mit rheinhessischer Herzlichkeit, die nachklingt.

In der Laube lasse ich erlebtes Revue passieren - bei einem Gläschen Rheinhessenwein und Lesestoff von Zierrat und Gold. Die „Weekender“ Ausgaben sind gekommen und inspirieren ganz sicher das Wochenende - Glück für mich und für die Nase etwas würzharzherbslicher Grünschmuck  - und fürs Auge (
ein Zypressengewächs -
Cupressaceae).




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Foto Gabriele Röhle_ Frankfurt







_rheingeschaut
Für das Vieh gemacht sind diese steinernen Kreuzgewölbeställe, auch Kuhkapellen genannt. Die Tiere standen mit dem Kopf zur Wand. Praktisch und kostspielig. Die Brandgefahr bestand kaum noch - durch die Hitzeentwicklung in den Ställen. Ein gemauerter Stall kostete in etwa so viel wie zwei Häuser. Diese Investition in die Ställe war überlebenswichtig für die Landwirte bei der neuen Bewirtschaftung der Kühe im "großen" Stil.

Ein wirtschaftlicher Gedanke, diese Ställe zu errichten auch von Seiten der ausführenden Unternehmen. Das handwerkliche Know-how war gefragt und wurde gefördert.
Durch die Säkularisierung fehlten die Aufträge. Die Kirchen und Klöster entfielen als Auftraggeber. Durch gezielte Förderung konnten 50 Mauermeister in der Technik der Gewölbebauweise/Statik ausgebildet werden. Etwa 300 Kreuzgratgewölbe wurden in Rheinhessen errichtet, in einem relativ kurzen Zeitraum zwischen 1850 und 1880. Kurz darauf entwickelte sich das weit weniger aufwendige Kappengewölbe. Stahlträger und Säulen aus Eisen ersetzten die Gewölbebauweise.


Mehr Informationen gibt´s bei der Interessengemeinschaft Rheinhessische Weingewölbe
Kultur und Weinbotschafter luden zu dieser Veranstaltung ein.

Gastgeber: _ Forum-Eulenhof, Eppelsheim _ Romantikhof, Hangen-Weißheim _Wgt Bernhard-Räder, Flomborn







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Pilzpirsch ––––––Pfeffer und Pfifferlinge









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Poesie aus dem Laden. Waldfrisch und mein. Die Pfifferlinge. Noch welche erwischt. 

Diese seltsam geheimnisvollen Wesen ohne Wurzeln, ohne Blätter, ohne Blüten und Recyclingspezialisten _Cantharellus cibarius.

Für ein warmes Herbstsüppchen, für die Seele, für das Auge. Ockerton im Oktober. Wie das Laub.

Die Reduktion im Garten fordert ebensolches in der Vase. Ein paar Gräser in denen der Wind und das Auge hängen bleibt. Sonst nichts. In der Laube.

Reben rundherum - kein Wald weit und breit hinter der Gartenmauer. Keine Pilze. Aber ein warmes Pilzsüppchen geht trotz alledem. 



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Für Zwei. Die Suppe.
Eine Kartoffel und Maiskörner (ausnahmsweise aus einer Dose), so einen halben Liter gebrühtes aus Gemüse, einen Schwupps Sahne, Salz, Pfeffer, Chili und 1 EL Meerrettich.

Die eine Kartoffel schälen und mit dem Mais 15 Minuten in der Gemüsebrühe kochen lassen. Alles sehr fein pürieren - besser noch passieren. Meerrettich und Sahne zum feinen Abschluss zugeben. Gewürze einstreuseln, den Meerrettich unterheben.

Für Zwei. Das Pfifferlingtopping.
100g Pfifferlinge, eine Schalotte, 4 EL Schlagsahne. Die Pilze aromaschonend pinselnd putzen, nur die Großen vierteln.  Die Schalotten tränend enthäuten und feine Ringe schneiden. Buttrig knusprig braten. Pilze dazu geben und 4 Minuten mitbraten.

Das Pilzsüppchen erneut sanft erwärmen. In gelbfarbigem anrichten und obenauf die
gebratenen Pfifferlinge und die Zwiebelkreise geben. Die pfeffrigen Aprikosennuancen mit Chili und Salz verfeinern. Ein Häubchen Sahne noch für den der mag und frisches Brot.

Glück am Tag.

Wärmt so schön von innen und das Herz - wie der Rhein.







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_rheingeschaut: Sensibel ist er und gefährdet diese Eiweißbombe. Die Luftverschmutzung macht ihm zu schaffen und er zieht sich zurück. Auch ausbleibender Niederschlag, Stickstoffeinträge, Grundwasserabsenkungen wirken negativ auf die Bestände, die sich sonst gern in geselliger Runde an wenig bewachsenen Stellen einfinden.



Pilzkonzert und Symphonie ist hier zufinden.

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Federweißleicht ––––––mmhhh






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Federweißer und Zwiebelkuchen. Klassisch rheinhessisch und doch gewandelt. Ohne sahnegetränktes.

Mit Honignuancen, Zitronenthymian aus dem Garten und Chilischärfe.
Süße verlangt einen Gegenton. Und der Herbst Sommererinnerungen - deshalb Oliven.
Rundes kontrastierend im gelben Kurkumagezwiebeltem.

Federweißer muss sein. Geht nicht ohne. Den weißfedrigen bekomm ich ein Haus weiter bei unserem Winzernachbarn. Extra für mich abgefüllt - unkonventionell, 1,5 Liter. Geruchswolken aus der Scheune im Hof. Süß, mostig, reich. Frohstimmend und hoffnungsvoll - die neue Weinduftluft.

Zwei Wochen voraus. Die Blüte am 24. Mai. Wochen vor dem durchschnittlichen Termin.
Das gibt Spielraum für die Winzer und Qualität.

Federleicht die Blüten der Dahlie, opulent - aus dem weißen Karree für den Freitag. Eine Blüte ist genug von den Vielen. Blütenblätter wie Federn. Leicht, beschwingt wie das Rheinwasser heute.


 

Für den Zwiebelkuchen wähl ich einen klassischen Hefeteig aus
500g Mehl, 30g Hefe, 1/4 Liter warme Milch., 1 Ei und 1/2 Teelöffel Salz.

In der warmen Milch die Hefe auflösen und gehen lassen.
Dann mit den übrigen Zutaten zu einem feinen Teig kneten. Im leicht warmen Ofen gehen lassen. Jetzt das Blech ausfetten und den Teig darauf flächig verteilen.

1 Kilo Zwiebeln schälen, in Scheiben schneiden. Spielen mit dieser Kostbarkeit. Beschmuckt mit perlmutterfarbigem, feinweißem Collier. Die Schönheit bewundern. Weiterschnippeln. Im Topf mit Olivenöl andünsten und parfümieren mit den Aromen des Zitronenthymians. Den nehm ich von unserem Thymianpfad, der als duftender Bodendecker fungiert und sich aus verschiedensten Sorten zusammensetzt.

Salzen und Honig zufügen. 1 Esslöffel Honig oder wie man mag. Wenig Kurkuma und Chili darüber streuen.
Alles auf den mit Öl benetzten Teig verteilen. Das viele Weiß braucht einen Kontrast aus schwarzen Oliven, in Scheiben geschnitten. Fertig. Im Ofen kurz gehen lassen, die Temperatur hochstellen auf 180 Grad und ca. 25 Minuten backen.

Harmoniert gut - die Süße mit dem Federweißen. So muss er sein. Ein genüsslich gemütlicher Herbsttag - im Weißton.







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