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Apfelton en miniature





































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ein besonders weiches licht fällt jetzt in den garten. ein herbstlicht mit sehr langen schatten. das weiß der dahlien erscheint feiner als sonst, fast porzellanfarben ist das weiß im oktober.
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rhabarberwolkenschaum










































r h a b a r b e r - ein zauberwort wie von einer mächenhaft, fremden räuberbande ausgetüftelt. ein codewort in eine geheime welt...

und lustig die gesichtszüge anzuschaun bei dem genuss dieses sauren gemüses.
ja  ein gemüse ist er. und die grimassen sind der enthaltenen apfel-, zitronen- und
oxalsäure zuzuschreiben. ein gesunder spaßmacher mit viel vitamin C, calcium,
eisen, kalium, magnesium und verdauungsförderndem ballaststoff.

dies saure braucht süße und die süße der baiserwolken ist nur auszuhalten durch
die fruchtig saure rhabarberkomponente. rhabarberfeingelocktes verbindet sich mit
knusprig süsssplittrigem baiser.   
ein klassischer mürbeteigbodenbelag bringt neutralität.

der stolze stiel muss enthauptet werden. wirklich schade... das regenschirmartig beeindruckende blattwerk findet seine bestimmung auf dem kompost.
den rhabarber fein putzen in kleine stücke schneiden.

für den boden nehme ich klassischen mürbeteig. flink, schnell und kühl einen
mürben teig zubereiten aus 200g mehl, 100g butter, 1 eigelb, 30g zucker, salz,
2 EL weißwein oder wasser.

eine gebutterte backform ausmanteln mit dem gewalkten teig. konstruktiv ist ein
teigrand wichtig und optisch auch. das rhabarbergeschnetzelte darauf verteilen.
80g zucker mit 3 eiern fein schaumig luftig fluffig verquirlen. aromatisieren mit einer ausgeschabten vanilleschote und obenauf geben. 40 minuten backen und hoffen,
dass alles gut geht.

das mach ich eigentlich immer. das hoffen. gerade bei interessanten experimenten.

für das baiser 4 eiweiß, etwas salz - betont die süsse - sehr steif schlagen.
jetzt den zucker (150g) fein einrieseln lassen und weiterschlagen.
einen el zitronensaft einträufeln.

nun diese unglaubliche cremwolkenmasse locker auf dem gebackenen verteilen, die temperatur senken. baiser merkt sich alles und verzeiht nichts. beobachten für eine
weitere zeitspanne von so 20 minuten. die masse soll nicht zu dunkel werden, was blitzschnell geschehen ist...

die rhabarberwolkenköstlichkeit noch warm genießen. im garten...

anstelle des rhabarbers lässt sich auch andere obst gut verwenden - stachelbeeren, heidelbeeren oder der zeit entsprechendes aus dem garten.















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rhabarberloop


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Gaumenmergelschmeichler







































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der mergel  -  eigentlich ein kalkreicher tonboden, tiefgründig und nährstoffreich. hier in den weinlagen kirchspiel - ein boden, der dem wein seine ausbalancierte säure schenkt, seine kraftvolle dichte und fruchtige aromen von mango und honigmelone bei weißweinen.
ein traum.


und erst meine gebackenen gaumenschmeichler mit selbigem namen. kleine mergelsteinchen in kugelform, mit nüssen und rosenöl harmonisiert. perfekt zur rosen- und lilienblüte kombiniert mit einem milchkaffee im garten unter dem alten nussbaum. im Grunde schmecken sie ganzjährig köstlich. aber zur rosenblüte sind sie etwas ganz besonderes, wenn der rosenduft durch den garten zieht. der duft der historischen rosensorten ist unglaublich intensiv, wie das gefilterte licht, das durch den nussbaum flutet.

das rezept der gaumenmergelschmeichler:

270 g mehl
200 g butter
80 g nüsse
80 g zucker und

eine vanilleschote, ein paar tropfen rosenöl (aus der apotheke) nach geschmack. aber vorsicht dies aroma ist sehr intensiv und anders zu behandeln wie das rosenwasser.

alles zu einem teig verarbeiten. kann man noch kühl stellen. ich verarbeite den Teig immer ohne wartezeit. eine gleichmäßige rolle aus dem teig formen und diese in kleine scheiben teilen. daraus dann die runden mergelsteinchen formen. nicht zu groß, denn sie wachsen noch im ofen. außerdem mag ich es feiner und kleiner. kurz backen (backpapier) ca. 10-15 minuten bei 180 grad - sie dürfen auf keinen fall braun werden, denn diese röstung würde auch im geschmack zu dominant werden - und alle feinheit ist verschwunden.

die fertigen mergel noch heiß in 100 g puderzucker wenden. der puderzucker ist mit dem mark einer vanilleschote verfeinert. bourbon vanille aus madagaskar. jetzt kommt dieser warme vanilleduft in meine nase und ein noch warmes, überpuderters mergelrund wandert in meinem mund. herrlich so ein sommergenussmoment draußen im hofgarten.

die ausgekühlten mergelschmeichler in einer schönen dose lagern.






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die rosen im oktober



































Engelleucht ––––––licht

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Das Kerzenlicht rettet mich. Wärmt. Hellt auf. Verbindet.

Ein Glyzinientrieb aus dem Sommer forme ich zu einem Kreisrund. An der Wand befestigt hält er die Form und Position, ist Kerzenhalter für ein „Baumlicht“.

Ein Lichtloop im Raum wie meine Christrose aus dem Wintergarten. Sie blüht schon jetzt. Kostbarer Blütenschatz im Dezember. Und Glück.

Kerzenlicht ist der Dezemberton. Flackernd und zart. Zu dieser Zeit stell ich im Garten oft Kerzen auf - häng sie in die Bäume, stell sie auf die Mauer. Die Atmosphäre ist dort dann ganz verändert. Die Stille hörbar. Manchmal mache ich auch ein keines Feuer in der Feuerschale. Dann gibt es wärmenden Glühwein oder Milchkaffee.


Selbstgemachte Köstlichkeiten machen diesen Tag zu einem besonderen. Das Buch „Fräulein Klein lädt ein“ ist ein Fundus. Inspiration für die Adventszeit. Gewählt habe ich frostig geeistes. - Ersatz für zeitgemäße Kälte. Jetzt. So komm ich schneller in den Dezembermodus.

Und mit dem Joghurtkuchen träume ich mich weiter in Frühling...

Was sind Eure süßen Favoriten in der Weihnachtszeit? Schreibt mir ein paar Zeilen dazu bis zum 11.12.2014, 18:00 Uhr und Ihr könnt das Buch von Fräulein Klein - gewinnen. Ein Dank an den Callwey Verlag für das Buchmaterial.


Viel Glück und Euch einen schönen zweiten Advent - nächsten Sonntag.








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Für diese Buchgiveaway Verlosung gilt:
Jede Person kann nur einmal teilnehmen, doppelte Kommentare werden gelöscht.
Natürliche Personen, die mindestens 18 Jahre alt sind mit Wohnsitz in  Deutschland, d.h. mit Versandadresse in Deutschland können teilnehmen. Eine Barauszahlung anstelle des Gewinns ist nicht möglich. Bitte zur Kenntnis nehmen, dass anonyme Kommentare nur berücksichtigt werden können mit Kontaktmöglichkeit, 
denn ohne diese ist kein Versand möglich. Das Buch wird erneut verlost in dem Fall, sollte sich der / die Gewinner/in nach der Verlosung und Anschreiben durch mich nicht innerhalb einer Woche bei mir zurückmelden. 
Die Gewinnerin bitte ich, mir die Adresse zuzusenden - leonhardt@rheinblau2.de - damit ich die Bücher versenden kann. 

Danke für Euer Verständnis und Kenntnisnahme.




















rheingeschaut_
Christrosen _ Schneewittchenweiß. Giftig. Schön. 
Kleine Schönheiten, die verwöhnt werden wollen. Geschützter Standort ist wichtig wie die Lichtmenge.
Und nicht zu viel direkter Sonnenschein - dann werden sie richtig alt. Und wenn sie in Ruhe gelassen werden mit kalkhaltigem Boden unter den Füßen. Helleborus niger auch Weihnachtsrose oder schlicht Nieswurz genannt.



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Federweißleicht ––––––mmhhh






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Federweißer und Zwiebelkuchen. Klassisch rheinhessisch und doch gewandelt. Ohne sahnegetränktes.

Mit Honignuancen, Zitronenthymian aus dem Garten und Chilischärfe.
Süße verlangt einen Gegenton. Und der Herbst Sommererinnerungen - deshalb Oliven.
Rundes kontrastierend im gelben Kurkumagezwiebeltem.

Federweißer muss sein. Geht nicht ohne. Den weißfedrigen bekomm ich ein Haus weiter bei unserem Winzernachbarn. Extra für mich abgefüllt - unkonventionell, 1,5 Liter. Geruchswolken aus der Scheune im Hof. Süß, mostig, reich. Frohstimmend und hoffnungsvoll - die neue Weinduftluft.

Zwei Wochen voraus. Die Blüte am 24. Mai. Wochen vor dem durchschnittlichen Termin.
Das gibt Spielraum für die Winzer und Qualität.

Federleicht die Blüten der Dahlie, opulent - aus dem weißen Karree für den Freitag. Eine Blüte ist genug von den Vielen. Blütenblätter wie Federn. Leicht, beschwingt wie das Rheinwasser heute.


 

Für den Zwiebelkuchen wähl ich einen klassischen Hefeteig aus
500g Mehl, 30g Hefe, 1/4 Liter warme Milch., 1 Ei und 1/2 Teelöffel Salz.

In der warmen Milch die Hefe auflösen und gehen lassen.
Dann mit den übrigen Zutaten zu einem feinen Teig kneten. Im leicht warmen Ofen gehen lassen. Jetzt das Blech ausfetten und den Teig darauf flächig verteilen.

1 Kilo Zwiebeln schälen, in Scheiben schneiden. Spielen mit dieser Kostbarkeit. Beschmuckt mit perlmutterfarbigem, feinweißem Collier. Die Schönheit bewundern. Weiterschnippeln. Im Topf mit Olivenöl andünsten und parfümieren mit den Aromen des Zitronenthymians. Den nehm ich von unserem Thymianpfad, der als duftender Bodendecker fungiert und sich aus verschiedensten Sorten zusammensetzt.

Salzen und Honig zufügen. 1 Esslöffel Honig oder wie man mag. Wenig Kurkuma und Chili darüber streuen.
Alles auf den mit Öl benetzten Teig verteilen. Das viele Weiß braucht einen Kontrast aus schwarzen Oliven, in Scheiben geschnitten. Fertig. Im Ofen kurz gehen lassen, die Temperatur hochstellen auf 180 Grad und ca. 25 Minuten backen.

Harmoniert gut - die Süße mit dem Federweißen. So muss er sein. Ein genüsslich gemütlicher Herbsttag - im Weißton.







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Weiße ––––––Blütenwanderer





























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Er ist unruhig. Ist der Muskateller Salbei mit seinen hohen weißen Blütenkerzen einmal etabliert,
wandert er unaufhaltsam durch das Staudenbeet. Zielstrebig, konzentriert platziert er sich im weißen Karree.

Zweijährig erscheint er unscheinbar. Zarte kleine Blättchen kündigen ihn an. Ich überseh sie gern. Mir gefällt die Zufälligkeit in dem stringenten Gestaltungskonzept. Dies ungeplante Element ist charmant.
Und die sich entwickelnden Blüten - auch in diesem Stadium perfekt für einen Strauß am Freitag. Kombiniert mit den filigranen Samenständen der Pimernelle.

Frieden herrscht kaum im Staudenbeet. Zu stark ist die Konkurrenz um Licht, Raum, Wasser. Es geht um Leben und Tod. Die unscheinbaren zierlichen Blättchen entwickeln sich schnell zu großen Horsten die den eindrucksvollen weißen Blütenkerzen halt geben. Die Statik ist ausgereift, perfektioniert. Keine Hilfestellung nötig. Und schon sind die weißen Päeonien lactiflora Duchesse de Nemours - umringt, bedrängt. Der weiße Ziersalbei, und Artemisien können dem Eroberer kein Paroli bieten. Der Muskateller Salbei ist ein Stratege. Schnell und invasiv erobert er sich den Raum.  Und ist beeindruckend schön. Auch das ledrige Blattwerk.





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Soll das Gestaltungskonzept erhalten werden besteht Handlungsbedarf. Sofort. Es fällt mir schwer. Nach kurzer Beratung muss er weichen. Das Gleichgewicht, die formale Balance ist wichtig - hat Priorität. Ein, zwei Pflanzen dürfen immer bleiben...




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So interessant er ist der Muskateller Salbei und fester Bestandteil im weißen Beet - er riecht.
Und - nicht gut. Allerdings nur bei Berührung verströmt er unangenehme Nuancen. Belassen wir es also bei der Betrachtung und dem Genuss eines Milchkaffee´s im Garten.



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Barockweiße ––––––Schwertlilien






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Hallo Maiton. Meiner Farbe - Weiß.
Diese Schwertlilien sind die Ersten. Weiße Blüten in unserem weißen Garten entlang der schützenden Mauer.
Sie werden immer mehr - von selbst. Ein Überschwang. Fast barocke Opulenz.
Schwingungen konvex-konkav, wellenartig. Ihr Bewegungsdrang ist nur formaler Natur. Wir müssen reduzieren obwohl mir die Reduktion auf wenige Sorten ein Anliegen ist. 


Selbst ein natürlich aussehender Landgarten will minutiös gestaltet sein.
Gute Gestaltung ist unsichtbar spürbar. Unprätentiös und doch gestalterische Schwerstarbeit wie die Gartenarbeit. Kein Jahr ist wie das andere. Hier ist etwas zu viel, dort zu wenig, eine Nuance fehlt oder eine Falsche am falschen Ort...

Also mehr Raum für rheines Blau - demnächst. 

 

Aus der Fülle nehme ich nur eine einzige Blüte für diesen Freitag.



Diese Blüten sind unglaublich. Egal welche Nuance. Effektvoll, dynamisch präsentiert sie
sich im schlichten Hofgarten mit einer Tendenz zur Arroganz.
Übertrumpft alle. Fast alle. Ein Weiß wie das Lichtgeglitzer auf dem Rheinwasser. 

Die Sepalen - goldadrig bereifte Armschmeichler für das Lilienblütenfest im Mai.

Der sanfte Himmel über Rheinhessen verschont die Blütezeit. Kein Regen heute und kein übermäßiger Sonnenschein.
Aus dem luftigen Nichts erscheint ein Wolkengesicht und schaut das Weißblumige
von oben. 


Ein Päuschen mit weißaufgeschäumter Kardamommilch - ein ebenfalls
opulenter Genuss für mich, den ich zu Ninja´s Samstagskaffee sende. 










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Mehr von der Diva hier

und ein blaues Blütenmeer später hier


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Päonienweiße Blüten










































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Frühlingsduft für die Ostertage und Frische im ganzen Haus. Die Farbe Weiß erleben, die Fenster öffnen, die milde Luft in die Räume lassen, die Sonne. Für diesen Frischekick brauche ich die Farbe Weiß - im Garten wie im Raum. Dieses Weiß macht einfach glücklich.





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Die weiße Strauchpäonie beduftet jeden Raum, macht gute Frühlingslaune. 
Verspielt, klar, barocksachlich, still. Ohne Beiwerk. Blütenblätter wie Schwanengefieder, schwerlos und leicht.
Die kleinen weißweißen Vasen, unglasiert porzellanig sind der richtige Ort für diese Schönheit. Angenehm unaufdringlich und unscheinbar. 


Fülle in der Reduktion und farbige Nuancen im Licht mit goldiger Mitte. Perfekt gearbeitet, perfekt die Form - finde ich. Handschmeichelndes für einen Moment.














Weiß ist eigentlich keine Farbe, sondern ein Zustand - 




Weiß ist nicht nur die Abwesenheit von Farbe, 
es ist eine scheinende und verstärkende Farbe, 
so wild wie Rot, so entschlossen wie Schwarz...
G.K. Chesterton



_rheingeschaut 
Päonia Suffruticosa, Hybriden aus Europa, China, Japan und den USA sind duftend, verlässlich blühend, frostunempfindlich und robust.
Strauchpäonien müssen unbedingt tiefer (als Staudenpäonien) und zwar etwa handhoch (10cm) unter der Erde gepflanzt werden, um einen Austrieb des Edelreises aus den schlafenden Augen unter der Erde zu erzielen - für einen dichten Wuchs. Sonnige Standorte sind wichtig.







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