rhabarberwolkenschaum










































r h a b a r b e r - ein zauberwort wie von einer mächenhaft, fremden räuberbande ausgetüftelt. ein codewort in eine geheime welt...

und lustig die gesichtszüge anzuschaun bei dem genuss dieses sauren gemüses.
ja  ein gemüse ist er. und die grimassen sind der enthaltenen apfel-, zitronen- und
oxalsäure zuzuschreiben. ein gesunder spaßmacher mit viel Vitamin C, Calcium,
Eisen, kalium, magnesium und verdauungsförderndem ballaststoff.

dies saure braucht süße und die süße der baiserwolken ist nur auszuhalten durch
die fruchtig saure rhabarberkomponente. rhabarberfeingelocktes verbindet sich mit
knusprig süsssplittrigem baiser.   
ein klassischer mürbeteigbodenbelag bringt neutralität.

der stolze stiel muss enthauptet werden. wirklich schade... das regenschirmartig beeindruckende blattwerk findet seine bestimmung auf dem kompost.
den rhabarber fein putzen in kleine stücke schneiden.

für den boden nehme ich klassischen mürbeteig. flink, schnell und kühl einen
mürben teig zubereiten aus 200g mehl, 100g butter, 1 eigelb, 30g zucker, salz,
2 EL weißwein oder wasser.

eine gebutterte backform ausmanteln mit dem gewalkten teig. konstruktiv ist ein
teigrand wichtig und optisch auch. das rhabarbergeschnetzelte darauf verteilen.
80g zucker mit 3 eiern fein schaumig luftig fluffig verquirlen. aromatisieren mit einer ausgeschabten vanilleschote und obenauf geben. 40 minuten backen und hoffen,
dass alles gut geht.

das mach ich eigentlich immer. das hoffen. gerade bei interessanten experimenten.

für das baiser 4 eiweiß, etwas salz - betont die süsse - sehr steif schlagen.
jetzt den zucker (150g) fein einrieseln lassen und weiterschlagen.
einen el zitronensaft einträufeln.

nun diese unglaubliche cremwolkenmasse locker auf dem gebackenen verteilen, die temperatur senken. baiser merkt sich alles und verzeiht nichts. beobachten für eine
weitere zeitspanne von so 20 minuten. die masse soll nicht zu dunkel werden, was blitzschnell geschehen ist...

die rhabarberwolkenköstlichkeit noch warm genießen. im garten...

anstelle des rhabarbers lässt sich auch andere obst gut verwenden - stachelbeeren, heidelbeeren oder der zeit entsprechendes aus dem garten.















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rhabarberloop


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Johannisbeerrotrot









































auf der suche nach dem ultimativen rotton im juli. im garten finde ich ihn.
das johnnisbeerrot strahlt. jetzt sind sie reif - die beeren und die farbe perfekt und magisch. roter geht es nicht mehr. ein lebendiger prozess.

das julilicht läßt die rotnuancen funkeln - ganz unpolitisch - wie kostbare edelsteine, die meinem erntekorb fluten. in der gartenküche: ribisel entrispen - die beeren kullern durch meine hände, durch meine finger... ein schönes gefühl.
die stiele türmen sich grünfiligran und elegant gebogen auf den lokalseiten der Zeitung.
wunderbar gesund ist dies ungespritzte obstrot. vitaminreich und reich an kalium, eisen, magnesium.

wiegen, pressen, rühren, schmecken, schlecken - ein wenig chili noch - so schön im rot rot der beeren - vielleicht ein wenig von dem rosenöl in dies sprudelnd glühende süß. eins zu zwei.

den abfüllenmoment genieße ich immer. konzentration und zielgenauigkeit erleichtert den moment und fertig ist der produktions- und geschmacksmarathon in diesem jahr.

süßsaures rot, scharf und elegant trifft auf mildes, sanftjunges ziegenkäseweich...





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