Blüten im Februar














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Wenn es keinen richtigen Winter geben soll - dann verabschiede ich mich jetzt offiziell 
von der kalten Zeit und warte aktiv auf das Frühjahr. 
Zwischenn den Reben - frisches Grünzeug.

Ein Anfang: Der Winterling. Eranthis hyemalis. Ein Liebling trotz der gelben Farbe. Selbst durch eine Eisdecke kämpft er sich mit seinen ersten, zarten Blüten so ab Ende Januar/Februar. Jetzt hat er es bedeutend einfacher. Einzige  Forderung: ein guter Standort am Rand von Laubgehölze und lockeren, nährstoffreichen Boden.











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Für den blumig grünen Freitag nehme ich ein paar Blüten ins Haus. Eine neues Zuhause bekommen sie auf einer alten Holzschale, die aus einem Stück gedrechselt ist. Dazu Moos aus dem Garten welches eh reduziert werden muss. Ich glaube die kleinen Winterlinge haben den Transfer gar nicht bemerkt. Kleine Teelichter befülle ich mit Wasser, 
schiebe sie unter das Moos und stelle die Blüten hinein. Fertig ist meine kleine Winterlingwinterlandschaft.





                                                                                                                          


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Anemonennebel






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Die Herbstanemone als Zuckerwattemaschine. Herrlich süße, wolkige Wattebausche sind aus den Blüten entstanden, ganz ohne Rotation und irgendwie schwerelos verwoben. 

Die perfekte Form in der Auflösung. Schwebend im Wind dieser Anemonen-Nebel und mutige Landung und Versammlung im Garten. Zarte Flugkörper draußen - drinnen wolkige weiße Samenblüten für blumig grünes am Freitag.

Wie Watte im Ohr. 






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Nicht fassbar und verschwommen ist diese organisierte Struktur. Faszinierend präzise
der Zauber der Veränderung. Leise Töne und feines Gespinst in einem Reiskocher - 
die Herbstanemonensamen.






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Februar Weißton




































Weißsammlung. Weißtonfarben gibt es unendlich viele. Überall. Die meisten kennen die Eskimos. 200 sollen es sein. 
Meine Wahrnehmung ist fokussiert auf einige wenige:

Kaltes Februareisweiß draußen und kühles  - Modernweiß drinnen. 
Auf der Suche nach dem Weißton findet sich kaltes und warmes Weißweiß.




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Im Garten dann duftendes Currykrautweiß und drinnen ein totes Staubfängerweiß an der Wand.

Windige Weißweite im Feld trifft gefaltetes Papierweiß mit zartem Weißgestängel aus dem Garten.





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Nach dem Kälteschock im schneeweißen Weinberg jetzt was genussvoll aromatisch warmes im gemütlichen Tuchweiß. Geschafft. Die Weißtonsamlung im Februar.

Und einen Weißwein dann bitte später...





















Besuch und Reben-Himmel

































Heute mal verwöhnen. Bei Oma Else geht das. Style-Mix in Mainz. Mein Samstags-Milchkaffee ist perfekt. Die Speisekarte gerät zu einer Zeitmaschine - alte Bücher aus Kindertagen, liebevoll zur Speisekarte umfunktioniert.








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Mustermixprints an den Wänden lassen meine Augen nicht los wie die Wandfischlein.




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Geklönt und gesnackt - schön war´s wie der Himmel über Rheinhessen auf meinem Weg dorthin. Himmel über dem Wein. Immer anders - und immer spannend. Gerade zu 
dieser Zeit sind die Stimmungen erfrischend still, zart. Ich mag den Spaziergang entlang der Reben. Die Rebstöcke, ohne Laub verbinden sich nahtlos, statisch mit dem Himmel.
Ein wenig Günther Uecker im Februarwind.







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Mandelmehlspeise









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Januar ist Winterzeit. Lange Abende, Dunkelheit, Kälte verbinde ich mit dem ersten Monat. Da hilft nur eines. Sich verwöhnen. Mit guten Büchern, Gesprächen und Süßem. Die Reserven müssen erhalten bleiben. Das geht am besten mit Nüssen. Nüssen aus dem Garten von unserem Mandel- und Walnussbaum. Die Nüsse werden nicht wirklich weniger. Mandelfeines reduziert gut die Vorräte und verspricht Genuss.

Ich backe einen Mandelkuchen. Schmeckt fast aromatischer mit Haselnüssen. Aber unsere Mandelnusskiste ist voll. Beginne mit dem Teig. Benötigt wird 315g gutes Mehl, 225g frische Butter, 1 Ei, 20g Zucker, eine Vanilleschote. Den Teig knete ich geschmeidig. Ganz dünn auswalken und das Blech damit belegen. Ist etwas kniffelig, weil der Teig super dünn sein muss. Die Nüsse sollen schmeckbar sein - zu viel Teig stört das Aroma. Dann saure, selbst gemachte Marmelade auf den Teig streichen. Cassis aus dem letzten Sommer ist noch da. Sommer im Glas.

Vier ganze, frische Eier mit 200g Zucker aufschlagen. Hier ist der richtige Moment wichtig. Nicht zu flaumig und nicht zu kurz schlagen. Dann in die luftige Masse vorsichtig die 200g gemahlenen Nüsse unterheben. 

Diese duftig, luftig, fluffige Köstlichkeit auf die Marmelade geben. Das Blech sollte einen Rand aufweisen. Bei 180 Grad ca. 15 Minuten backen. Jetzt duftet es herrlich nach gerösteten Mandeln. Ich schneide ein Stück vom Rand und teste die Rückseite des Teiges. Er darf nicht braun werden. Das Nussaroma wäre stark beeinträchtigt im Geschmack. Ist es zu hell - bleibt es noch in der Röhre.

Wenn der Tag so richtig trüb, regnerisch, windig und ungemütlich ist, wird es Zeit für einen starken, warmen Milchkaffee und diese geschnittenen köstlichen Mehlspeisen. Ein Mandelfeines, nussiges Gedicht. Süße trifft saures, trifft Sommer - verbindet sich perfekt. Die Mühe lohnt und der Gaumen belohnt...


















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Mehr zu unserem Mandelbaum im Garten hier und zu unserer Mandelbaumblüte hier.




































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Lerchenspörner



































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Das farnartige Laub (Pseudofumaria lutea) ist immer noch so grün wie 
im Sommer. Im Januar! Zart und leicht. Die Blüte kommt natürlich im Frühjahr 
aber jetzt bin ich dankbar für das frische Grün. Nur wenig Grünes sonst 
nichts. Ein Frischekick. Für blumig grünes am Freitag nehme ich sie in´s Haus.

Die feinen Blätter geben dem Raum eine andere Atmosphäre. Aus dem 

Garten habe ich die Elfenblume (Epimedium grandiflorum) hinzugenommen. 
Auch immer noch ansehnlich. Außerdem gefällt mir der Name. Märchenhaft, 
feengleich. Manchmal wähle ich Pflanzen für den Garten nur aus diesem Grund aus. 
Die Namen sind oft sonderbar, teilweise lustig oder altertümlich - irgenwie eigen, 
mit Charakter. Elfenblume und Elfchen im Garten - ein interessanter Gedanke.



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Weißton-Januar-Collage



































Der Januar ist weiß. Bei mir jedenfalls. Trotz alledem. Eine Collage. Weiß und unbeschrieben der Januar. Ein Beginn.

Freuen wie Schneekönige über die Beeren von Symphoricarpos albus. Die Schneebeere -
kreisweiß wie rund.





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Heimkommen und ankommen nach einem Spaziergang draußen, heißen Tee genießen - weißwarm wie entspannend.


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Die Samenstände der Herbstannemone im Garten bewundern 
- weißpudrig wie federleicht. 




 

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